Rennen

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Granit-Marathon

Datum

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24. Juni 2007

Ort

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Kleinzell / Oö.

Strecke

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38 km / 1.120 hm

Wetter

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Sonne pur, 28 Grad                                                                                                              

Online

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25. Juni 2007

 

 

Mit großer Vorfreude auf eines meiner absoluten Lieblingsrennen machte ich mich bei leicht bewölktem Morgenhimmel auf den Weg nach Kleinzell. Dort angekommen hatten sich alle Wolken verzogen und die Sonne strahlte. Sonne und Kleinzell bedeutet immer ein sehr spezielles Hitzerennen. Doch so schlimm wie in den Jahren zuvor wurde es dann doch nicht.

 

Wie immer in Kleinzell klappte die Startnummernausgabe vorbildlich perfekt. Null Wartezeit und freundliche Gesichter wohin man im Rennbüro auch schaute. Auch die Vorbereitungsarbeiten am Rad waren schnell erledigt und so bleib genug Zeit für die Vorbereitung der Beine (=Einfahren) auf das Rennen. Als ich ins Startgelände einbog war ich etwas verdutzt, weil ein Start kurz bevorstand. Hatte ich mich etwa in der Startzeit geirrt und die düsen alle ohne mich los? Leichte Panik machte sich in mir breit. Doch gottlob war es der Start der Langdistanzfahrer. Da hinter diesem Startpaket bereits die Absolventen der 40 Km-Runde aufgestellt waren sorgte das bei mir ordentlich für Verwirrung. Leider hatte ich dadurch eine sehr schlechte Startposition im der Mitte des Feldes.

 

Um 10 Uhr fiel der Startschuss. Um Kollisionen im Gewirr der vielen Biker zu vermeiden wechselte ich gleich in den ersten Metern auf den Rand der Strecke. So konnte ich auch im ersten, leicht ansteigenden Kilometer nach dem Start viele Plätze gut machen. Auch vor der ersten leichten Abfahrt überholte ich mit einigen schönen Manövern noch einige Fahrer. Bis zur zweiten Abfahrt hatte ich mich gut vorgearbeitet. Durch einige übervorsichtige Fahrer die ihr Bike bergab trugen bildete sich ein Stau der sich sehr langsam auflöste. Erst nach diesem Nadelöhr war der Weg endgültig frei.

 

Beim Kraftwerk Partenstein ging es dann das erst mal steil hinauf. Überraschend leichtfüßig arbeitete ich mich am Anstieg wieder einige Plätze vor. Insgesamt gingen alle Anstiege, auch der steilste mit etwa 28 Prozent, ohne großen Kraftaufwand relativ leicht. Sicher das Ergebnis des gezielten Trainings um am Berg endlich nicht mehr reihenweise überholt zu werden. Diesmal (und auch bei ersten Saisonrennen am Grimming) überholte ICH. So machen Mtb-Rennen noch mehr Spaß, auch wenn man sich deswegen trotzdem ordentlich anstrengen muss.

 

Im schönsten Teil der Strecke, dem Mühltal entlang des Mühlflusses, lief es sehr gut. Am Anstieg aus dem Mühltal erspähte ich einen Teamkollegen der etwas weiter vor mir lag. Bis zum Ende des Anstieges wollte ich den Kollegen überholt haben – es gelang noch etliche Meter davor. Mittlerweile knallte die Sonne ordentlich vom Himmel. Mit stetigem Trinken hielt ich den Wasserhaushalt immer auf einen optimalen Level. Die sehr engagierten Helfer an den Labestationen trugen ebenfalls viel dazu bei.

 

An einem sehr steilen Anstieg im letzten Drittel des Rennens passierte mir ein Schaltfehler. Mit dem mittleren Kettenblatt versuchte ich die Steigung zu bezwingen. Beim Herunterschalten auf das kleine Kettenblatt fiel die Kette komplett vom Zahnkranz. Hektisch versuchte ich die Kette wieder einzufädeln, was auch gelang. Die verlorenen drei Ränge machte ich dann laufend bis zum Ende des Anstieges wieder gut.

 

Bei der schwierigen, weil sehr ausgewaschenen Abfahrt in den Steinbruch kam ich in einer Kurve beinahe zu Sturz. Mit einem Fuß konnte ich mich gerade noch abstützen. Die Folge war ein sehr schmerzhafter Krampf in der Wade. Glücklicherweise ging es noch ein Stück bergab. So konnte ich den Wadenmuskel noch ein wenig entkrampfen. Trotzdem zog es höllisch als ich wieder in die Pedale treten musste. Erst nach und nach wurde es wieder etwas besser.

 

Im Schlussteil des Rennes wartete noch ein Bergsprint am letzten Rennkilometer. Für mich Ansporn genug um noch mal alle Reserven zu mobilisieren. Im steilen Schlussanstieg schnappte ich mir noch einen Fahrer vor mir und konnte den Vorsprung bis zur Durchfahrt durch das Festzelt noch ordentlich ausbauen. Nach dem Festzelt lud das leicht bergabführende Zielstück noch mal zum Schlusssprint an. Nach 2:07:55 Stunden war Kleinzell 2007 wieder Geschichte.

 

Im Gegensatz zum Vorjahr war ich um 8 Minuten schneller und trotzdem um 12 Ränge „schlechter“ platziert als im Vorjahr. Ein Zeichen, daß die Leistungsdichte von Jahr zu Jahr zunimmt und oft Sekunden oder gar Zehntelsekunden nach 40 Km und 1.120 Höhenmeter angepeilte Platzierungen nicht immer erreichbar machen. Aber trotzdem bin ich mit meiner persönlichen Leistung mehr als Zufrieden. Es war sicher eines meiner besten Rennen… 

 

Fahrzeit            : 2:07:55 Std.

Rang-Gesamt: 57. von 315 Finishern

Rang-Klasse  : 28. von 141 Finishern

Bergsprint    : 104. von 468 Finishern (4:27:17 Min)

 

Fazit: Super Strecke, super Organisation

        Formkurve weiter steigend

        Training scheint zu stimmen

        Kleinzell 2008 – da simma wieder dabei